eine neue Vision der Kunst

Meine Philosophie

 

 

Die Vision, die ich vom Leben und mir selbst habe, ist vermutlich nicht dieselbe, die die ganze Welt hat. Dennoch bin ich nicht die einzige, die diese Ideen, bzw. diese Sichtweise angenommen hat. Meine Vision kommt von einer Kenntnis, von einem Wissen,  nicht theoretisch, welches andere vor mir zum Ausdruck brachten, oder noch derzeit zum Ausdruck bringen. 

Diese Philosophie, die sich gleichfalls durch meine Kunst, durch meine Musik zum Ausdruck bringt, beruht auf der Akzeptanz der Tatsache, dass eine Kraft existiert, eine Intelligenz, die uns im Universum überragt, unabhängig vom Namen, den man ihr gibt.

Diese Idee, diese Sichtweise sind nicht die Folge einer religiösen Bildung oder irgendeines spirituellen Rahmens, denen ich in einem Moment meines Lebens begegnet bin. Es handelt sich um ein Bewusstsein über dem sichtbaren Teil meines Seins. Aufgrund dessen kann ich das ich das Leben, die irdische Existenz, auf eine vollkommen andere Weise verstehen, als die Mehrheit der Individuen. Für manche Personen ist meine Sichtweise oft unverständlich, und für andere hingegen, bringe ich eine Sichtweise oder Ideen zum Ausdruck, die ihrer eigenen Erfahrung in diesem Leben nahe kommen.

Wie es auch sei, es ist mir unmöglich mich selbst oder das Leben außerhalb dieser höheren Intelligenz über mir zu begreifen, und wenn ich aufmerksam die Geschöpfe oder Phänomene um mich herum beobachte, bestätigt sich dies für mich jeden Tag aufs Neue. Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang, der Rhythmus der Jahreszeiten, die Geburt eines Kindes, die Schönheit der Natur, alles bringt für mich diese Intelligenz zum Ausdruck, die man Gott, Jahwe, Allah, Brahma nennt oder ihnen andere Namen gegeben hat.

Jedoch trenne ich nicht den Schöpfer von seiner Schöpfung, und in diesem Sinne, in meinem Bewusstsein, ergibt dieses Gesamte ein Ganzes. Aber dieses Ganze ist von dieser Intelligenz geführt und geleitet, diesem großen einzigartigem Gehirn, und ich interessiere mich in erster Linie vor allem anderen für Ihn, mit dem Ziel den Sinn meines Lebens, unseres Lebens zu verstehen. In diesem geistigen Zustand habe ich die Phänomene des Lebens über viele Jahre beobachtet und sehr interessante und wichtige Dinge entdeckt, von denen ich in meinen Liedern erzähle.

Albert Einstein hat gesagt: “Gott würfelt nicht”, und meinem eigenen Leben zufolge, kann ich diese Idee unterstreichen. Das Leben scheint vollkommen den mathematischen Prinzipien unterworfen zu sein, den Gesetzen oder den Ursachen, die sich später in den Konsequenzen wiederfinden, aber wir haben nicht die Gewohnheit diese Phänomene zu beobachten oder sie miteinander zu verbinden.

Beim Beobachten dieser Mechanismen innerhalb eines einzelnen Lebens, wurde ich dazu geführt, auch die Verbindungen, die zwischen bestimmten Ursachen und ihren Folgen existieren, zu entdecken, die über die Grenzen des Todes hinausgehen, was mich dazu gebracht hat, die Idee der Reinkarnation und die Existenz der Seele anzunehmen, deren jedwede Inkarnation ein Kettenglied in der Gesamtheit ihrer mehrfachen irdischen Leben ist.  

Aus meiner Sicht, in meinem Bewusstsein, ist das Leben nicht ein Ergebnis des Zufalls. Unsere individuelle und kollektive Existenz hat einen Sinn, und unsere Handlungen haben sofortige Konsequenzen oder Konsequenzen, die sich erst später zeigen.

Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Kulturen, die das menschliche Leben auf diesem Planeten geprägt haben, sowie die Kulturen, die derzeit um uns herum sind, kann ich feststellen, dass es in den unglücklichen Erscheinungen, Konflikte, Kriege, Hungersnöte, etc. einen roten Faden gibt, der sich hinter den Erscheinungen abwickelt. Ich sage: „Es gibt eine Weisheit, Wahrheit oder Licht, das versucht, sich uns zu erkennen zu geben und das täglich zu uns spricht, unter der Voraussetzung, dass wir uns aufmachen das zu hören, was es uns übermitteln möchte, dass wir es suchen.“ Groß ist die Zahl derjenigen, die (noch) nicht versuchen das Leben, ihr Leben zu verstehen, und das Resultat ist, dass sie sich bekämpfen, sich verletzen, sich anstoßen und sich verletzen, jeden Tag aufs Neue und ohne Ende.

Für mich ist das Leben eine Sprache, nicht nur eine Abfolge glücklicher oder unglücklicher Ereignisse. Die Dinge haben eine Verbindung untereinander, innerhalb dieses einzigen Lebens, aber auch über unsere Inkarnationen hinaus. Aber, auch wenn man diese letzte Idee nicht akzeptieren kann, verdient es unser jetziges Leben ernsthaft gelebt zu werden, in tiefgreifender Weise. 

Für mich ist es natürlich, die Dinge zu reflektieren, die ich täglich erfahre. Ich suche natürlicherweise zu verstehen, warum ich dieses verliere, warum man vergessen hat, mich über etwas zu informieren, warum ich krank bin, etc., ohne Übertreibung der Details. Die Ereignisse in unserem Leben haben eine tiefere Bedeutung.

Mein Musizieren ist für mich auch ein Mittel, in diesem Sinne zu sprechen und dem Publikum neue Kenntnisse in Bezug auf das Denken zu bringen. Man kann mich eher ansehen als einen „praktischen Spiritualist“: Ich versuche das Göttliche in der Materie zu entdecken, im täglichen Leben. In diesem Sinne interessieren mich die Manifestationen dieses Lebens und sprechen mich an. Gleichsam bin ich auch sehr sorgfältig. Ich achte auch sehr auf die materiellen Dinge und vernachlässige nichts..

So man mich fragt, wie ich meine Musik mache, würde ich sagen, dass die Musik „ist“. Ich lebe sie wie etwas, das schon existiert, und es ist an uns, sie da zu suchen, wo sie zu finden ist. Eine wirklich schöne Musik kann nicht in einem Abwassergraben gefunden werden, sie gehört zu einer unsichtbaren Welt, die gleichsam charakterisiert werden kann durch die Schönheit, die Harmonie und die Ordnung. Um von dieser eben besagten Welt inspiriert werden zu können, um Zugang zu dieser Form der Inspiration zu haben, bedarf es mindestens nach diesen Prinzipien, diesen Ideen zu streben, die in dieser besagten Welt regieren. Andernfalls, glaube ich, wird man keinen Zugang da hinein haben. Denn wie sollte man auf etwas „stoßen“, wenn man nicht danach sucht? Im Prinzip bedeutet das, dass der Künstler, der Musiker mindestens diese Welt suchen muss und all das lieben, was wahrhaft schön, groß, harmonisch und wahr ist. Und das ist das Essentielle meiner Suche, meines Lebens. Ich suche vor allem anderen die Schönheit, insofern sie mit der Wahrheit verbunden ist. Dies gibt mir die Möglichkeit, meine Quelle der Inspiration zu finden. Die wahrhafte Inspiration entspringt meiner Erfahrung nach nicht der menschlichen Natur: sie ist Göttlicher Natur. Aus diesem Grund erkenne ich eine Intelligenz an, die mich überragt. Da ich mir darüber bewusst geworden bin, dass es dieser Intelligenz gelingt, an Dinge zu denken, an die ich selbst, bei aller Redlichkeit, niemals gedacht hätte. Meinen Beobachtungen zufolge, tragen die Früchte der Kunst, die dieser Art Inspiration entspringen, etwas Zeitloses in sich, das Siegel der Ewigkeit. Das wahrhaft Schöne ist immer schön, auch wenn die Formen sich im Laufe der Zeit, der Epochen, die folgen, verändern. Sicherlich hat mich das dazu gebracht, Musik zu machen, Texte zu schreiben, Melodien zu komponieren und zu singen.

Dabei versuche ich mich noch mehr mit der Quelle dieser Dinge in Verbindung zu setzen, mit dem Göttlichen in mir. Und wenn anderen dann meine Anstrengungen zugute kommen, durch das Hören der Musik, ist das eine Art, die Welt zu verschönern? Ich hoffe es aus tiefstem Herzen.“

Mother